
Gehen Sie über den Druckbereich und beobachten Sie, wie sich die unbrauchbaren Produkte anhäufen – lackierte Oberflächen, die immer noch klebrig sind, Tinte, die nicht richtig aushärten kann. Oft liegt das Problem direkt vor Ihren Augen: eine dünne Schicht aus Öl- und Rußresten auf der UV-Lampe und dem Reflektor. Diese Schicht blockiert das spektrale Ausstrahlungsprofil, verringert die maximale Strahlungsintensität und führt dazu, dass die Photoinitiatoren nicht reagieren können.
Was technisch wichtig ist:
Eine UV-Lampe für das Aushärten von Lacken wird nach der abgegebenen Energie gemessen – nicht nur nach der Leistung in Watt. Es ist wichtig, eine stabile Leistung bei den wichtigen Wellenlängen zu gewährleisten, von denen die Chemie des Lacks oder der Tinte abhängt – 365 nm für ein tieferes Aushärten, 385–405 nm für ein schnelleres Aushärten der Oberfläche. Die maximale Strahlungsintensität, gemessen in mW/cm² am Substrat, bestimmt, ob es zu einer sofortigen Reaktion kommt oder ob die Reaktion langsam und unvollständig verläuft. Die dichroitische Beschichtung des Reflektors sorgt dafür, dass das richtige Lichtspektrum wieder auf das Substrat gerichtet wird. Selbst eine leichte Verschmutzung der Lampenhülle kann dazu führen, dass Photonen gestreut und absorbiert werden – dadurch sinkt die auf das Substrat gelangende Energie.
Warum das funktioniert:
Regelmäßige Wartung hat direkten Einfluss auf die Betriebszeit und die Produktionseffizienz. Reinigen Sie die Lampe und den Reflektor mit dem richtigen Lösungsmittel sowie lintfreien Tüchern – so vermeiden Sie Verluste im Spektrum, die zu einem unvollständigen Aushärten führen. Wenn Sie dies regelmäßig tun, erhöht sich die Lebensdauer der Lampe um etwa 30 %. Der Quarzkörper bleibt kühler und die Elektroden bleiben stabil. Das Ergebnis sind konstante Aushärtungskräfte, weniger Unterbrechungen während des Prozesses sowie eine vorhersehbare Qualität der gedruckten Produkte.
Was man wissen sollte:
Diese Lampe kann in bestehende UV-Offset-, Flexodruck- und Siebdruckmaschinen integriert werden. Dabei sind Ausrichtung und Abstand zwischen Lampe und Substrat wichtig. Stellen Sie den Abstand zwischen Lampe und Substrat gemäß den Angaben der Maschine ein – zu geringer Abstand kann dazu führen, dass das Substrat überhitzt; zu großer Abstand wiederum verringert die Strahlungsintensität. Bei dem Startvorgang wird eine höhere Strombelastung benötigt – passen Sie daher den Ballast sowie den Anschlusstyp Ihrem System an. Ein Nachteil ist, dass die Lampe heiß wird – daher müssen Luftzirkulation und Kühlung des Reflektors ungestört bleiben, damit die Leistung und Langlebigkeit der Lampe gewährleistet bleiben können.