
Auf einer Arbeitsfläche, die von Staub überladen ist, leidet Ihre UV-Härtungsanlage unter den negativen Auswirkungen des Staubs. Der im Luftstrom befindliche Staub setzt sich auf die Lampe und den Reflektor ab – innerhalb weniger Stunden nimmt daher die Leistung der Anlage ab. Das Ergebnis sind Tinten, die nicht vollständig härten können, Unterbrechungen in der Produktion sowie Stillstandszeiten, während man versucht, die Temperatur und Intensität wieder unter Kontrolle zu bringen.
Das Problem liegt meist nicht an der Lampe selbst, sondern an dem Abstand zwischen der UV-Quelle und der Umgebung, in der sie arbeitet.
Was technisch wichtig ist: Wir fertigen die Quarzkapsel für die UV-Lampe als Schutzschicht an, die dazu dient, die Geometrie der Lampe und des Reflektors zu bewahren. Es handelt sich dabei um hochreines Quarz, das für eine gute Lichtübertragung über alle Wellenlängen – insbesondere bei 365 nm – geeignet ist. Zudem sorgt es für eine breite Spektralausbeute, die erforderlich ist, um den Photoinitiator zur Reaktion zu bringen.
Die Kapsel soll außerdem dazu beitragen, das thermische Profil der Lampe zu erhalten und die Dichroikbeschichtung des Reflektors vor abrasivem Staub zu schützen. Wenn die Kapsel sauber bleibt, kann die Anlage eine konstante Strahlungsintensität und eine gleichmäßige Energieabgabe gewährleisten.
Warum das in der Praxis funktioniert: Durch die vollständig abgeschlossene Konstruktion des Reflektors wird es möglich, einen Reinigungszyklus durchzuführen, ohne die Lampe oder den Reflektor demontieren zu müssen. Man reinigt lediglich die Kapsel – nicht die Optik.
So kann man verhindern, dass die maximale Strahlungsintensität sinkt. Dadurch bleiben die Härtungszeiten vorhersehbar und die Maschine kann weiterhin in der vorgesehenen Geschwindigkeit arbeiten – ohne dass man ständig versuchen muss, die Härtungskraft zu erhöhen. Die Abdeckung schützt außerdem die Lampe selbst, was dazu beiträgt, den Leistungsverlust zu verringern und die Lebensdauer der Lampe zu verlängern.
Was man beachten muss: Bei der Installation müssen die Abmessungen der Kapsel sowie der Endkappen genau auf die Anschlüsse der Lampe und des Reflektors abgestimmt werden. Achten Sie darauf, dass die Kapsel richtig verdreht wird – sonst entstehen Hitzzentren.
Es kommt zu einem geringen thermischen Verlust – typischerweise 2–4% –, da das Quarz eine Schicht zwischen dem Lichtbogen und dem Substrat bildet. Falls die Abdeckung gut abgedichtet ist, sollten ozonefreie Kapseln verwendet werden, um Mitarbeiter und empfindliche Materialien zu schützen.